Actor's Nausea

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Arthur Millers "The Crucible" - Presse

 

Aachener Zeitung, 11. Juli 2008

"Actor's nausea": Hexerei ist in aller Munde

 

Es sollte nur ein kleiner Spaß sein. Ein Tänzchen im Wald, ein geheimes Ritual. Nichts Ungewöhnliches mag man in der heutigen Zeit meinen, ein Skandal jedoch für die Bürger der streng puritanischen Gemeinde Salem in Massachusetts im Jahr 1692.

 

Denn die tanzenden Mädchen wurden von Reverend Parris entdeckt, der sich um seinen Status in der Gemeinde sorgt. Hexerei liegt in aller Munde und eine Stadt, die buchstäblich den Teufel an die Wand malt, stürzt sich selbst durch die Verbreitung von Misstrauen und Angst ins Verderben.

 

Mit Arthur Millers Drama "The Crucible - Hexenjagd" von 1952 erzählt die Theatergruppe "Actor's Nausea" des Anglistischen Instituts der RWTH eine Geschichte von Selbstsucht, Rache und Machtbestreben. Und beweist, dass auch ein Stück, das vor gut 300 Jahren spielt und dementsprechend in für uns ungewöhnlicher Sprache verfasst wurde, nur eine weitere Herausforderung bedeutet, die es zu bewältigen gilt.

 

Es ist das zwölfte englischsprachige Theaterstück der studentischen Gruppe innerhalb von acht Jahren. Mit deutlicher Aussprache und einer starken schauspielerischen Leistung bewiesen die 19 Laienschauspieler bei der Premiere von "The Crucible", dass ihr Repertoire nicht nur auf das Erzählen von komödiantischen Geschichten beschränkt ist. Unter der Regie von Sarah Bingham und Ben Sonntag begeisterte "Actor's Nausea" die Zuschauer mit einer bewegenden Darstellung in vier Akten.

 

Die Dramaturgie der willkürlichen Jagd auf Hexen geht dem Zuschauer unter die Haut. Nicht zuletzt wegen der stets aktuellen Thematik. Denn um der gefürchteten Strafe zu entgehen, bezichtigen die Mädchen unschuldige Frauen, mit dem Teufel im Bunde zu sein.

 

Und lösen somit eine Kettenreaktion von Ereignissen aus, die die inhaftierten Bürger Salems vor eine schreckliche Wahl stellt: Ein Verbrechen zu gestehen, dass sie nicht begangen haben oder zu sterben.

 

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