Actor's Nausea

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Terry Pratchetts "Maskerade" - Presse

Bühnenadaption Stephen Briggs

 

Aachener Nachrichten, 26. Januar 2008

So macht Englisch Spaß: "Actor's Nausea" im Ludwig Forum

 

Bereits im Foyer des "Space" im Ludwig Forum wird Englisch gesprochen, um sich schon einmal auf das Stück einzustimmen, das schließlich eine "Performance in English Language" ist, so steht es auf den Eintrittskarten und Plakaten.

 

"Actor's Nausea" ist eine studentische Theatergruppe am Anglistischen Institut der RWTH Aachen - und die Darsteller haben schon reichlich Bühnenerfahrung gesammelt, schließlich ist das Stück "Maskerade" von Terry Pratchett bereits ihr elftes.

 

Dennoch ist die Anspannung, die in der Luft liegt, fast greifbar. "Die Darsteller sind alle schon ganz aufgeregt!", sagt die Regisseurin Sarah Bingham mit einem netten englischen Akzent, "denn jede Vorstellung bedeutet eine neue Herausforderung und jede Schauspielerin und jeder Schauspieler gibt hundert Prozent!"

 

Im "Space" des Ludwig Forums ist die Bühne auf dem Boden und die Zuschauer sitzen weiter oben, ähnlich wie in einem Hörsaal. Das Publikum ist bunt gemischt: Natürlich sind viele Studenten gekommen, um ihre Kommilitonen auf der Bühne zu erleben, aber auch Eltern, Schüler und sogar Großeltern füllen die Reihen. Im Hintergrund läuft leiser Jazz-Swing... Ob diese Musik auch etwas mit dem Stück zu tun hat?

 

"Actor's Nausea" haben kein aufwendiges Bühnenbild, nur ein paar Requisiten stehen auf der Bühne: ein Kessel, ein paar Stühle und ein Tisch. "Zu viele Bilder lenken sonst so sehr von der Handlung ab", sagt eine Studentin, "und außerdem gibt es im Stück sehr häufig Ortswechsel. Die Wechsel der Bühnenbilder würden doch nur Verwirrung stiften."

 

Damit die Zuschauer immer genau wissen, in welcher Umgebung sich die Akteure gerade befinden, steht an der rechten Wand vor der Bühne eine Staffelei, auf der die Schilder "The Opera House", "The Road" und andere Ortsangaben auf bunten Plakaten aufgestellt werden.

 

Zwei Hexen betreten die Bühne. Bereits jetzt gibt es Gelächter im Zuschauerraum: Doch obwohl auf Englisch gespielt wird ist es nicht nur Englischer Humor, der in den Dialogen aufgegriffen wird. Die Anlehnung an William Shakespeares "Macbeth" wird deutlich, aber letztendlich geht es darum, den "Ghost", oder auch das "Phantom" des Opernhauses zu finden. Das Musical von Andrew Lloyd Webber bildet den roten Faden durch das Stück "Maskerade"; selbstverständlich in einer abgeänderten aber durchaus unterhaltsamen Version.

 

Spritzige und schnelle, aber verständliche Dialoge beleben das Stück und die bunte Mischung verschiedener Charaktere und die daraus entstehenden Dialoge bringen die Zuschauer zum Lachen.

 

Knapp drei Stunden Spielzeit mit einer kurzen Pause dazwischen: "Jetzt sind die Schauspieler erstmal k.o.!", so Sarah Bingham. Allerdings bleibt nicht viel Zeit zum Ausruhen: am Sonntag und Montag sind bereits die nächsten Vorstellungen. Doch die Zuschauer sind begeistert. "Man konnte alles richtig gut verstehen, das hätte ich nie gedacht!", sagt eine Schülerin der zehnten Klasse, die mit einer Freundin das Stück besucht hat. "So macht Englisch wirklich Spaß!"