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Jane Austens "Pride and Prejudice" - Presse

 

Kármán - Studentische Zeitung der RWTH Aachen

 

Ausverkaufte Ränge im Ludwig Forum

Riesiger Erfolg für die Theatergruppe des Anglistikinstitutes

 

"It is a truth universally acknowledged, that a single man in possession of a good fortune, must be in want of a wife". Diese simple Weisheit -wahrscheinlich eine der meistzitierten der englischen Literatur- ist für Mrs. Bennet, Mutter von fünf Töchtern, sehr klar. Als zwei vermögende Gentlemen auf einen Landsitz in der Nachbarschaft ziehen, wittert sie die Gelegenheit, einer ihrer Töchter zu einem vermögenden Ehemann zu verhelfen. Sie scheint auch sogleich Erfolg zu haben: Ihre älteste Tochter Jane kann das Herz von Mr. Bingley gewinnen. Seine Begleitung, der stolze Mr. Darcy, trifft allerdings vor allem bei der zweitältesten Tochter Elizabeth auf starke Ablehnung. Umgekehrt hat Mr. Darcy nichts als Spott für die seiner Meinung nach standesmäßig unterlegene Familie übrig. Währenddessen verliebt sich Mrs. Bennets jüngste Tochter in einen gewissen Mr. Wickham, welcher erzählt, Darcy habe ihm in der Vergangenheit Unrecht getan. Elizabeth erfährt außerdem, dass Mr. Darcy gegen die Beziehung Janes und Bingleys intrigiert. Ihre Meinung von Mr. Darcy ist demnach an einem Tiefpunkt, als dieser überraschend um ihre Hand anhält.

 

Wie es schließlich zum glücklichen Ende der Komödie kommt, konnten die Besucher des Theaterstückes "Pride and Prejudice" im Ludwigforum selbst erfahren. Jane Austens Klassiker ist nunmehr das dreizehnte Stück, welches die Theatergruppe des Anglistikinstituts auf die Bühne gebracht hat. Und es war bis dato auch das erfolgreichste: Alle vier Vorstellungen waren komplett ausverkauft. Die Performance war abwechslungsreich, gespickt mit viel Ironie und innovativen Dialogen, die die Stimmung des Buches definitiv einfingen. Die Kostüme und das Bühnenbild waren ganz auf die Zeit abgestimmt, in der das Stück eigentlich spielt: das 19. Jahrhundert. Das Stück an sich ist glücklicherweise so zeitlos, dass eine neue Inszenierung nicht nötig schien. Am Ende des Stückes wurde den Schauspielern tosender Beifall zuteil, eine verdiente Entlohnung für die geleistete Darstellung.

 

Die Theatergruppe des Anglistikinstituts besteht seit etwa acht Jahren und wurde als studentische Initiative gegründet. Sie arbeitet unter der Leitung von Sarah Mingham und rekrutiert sich hauptsächlich aus Studierenden der Anglistik. Auf ein bestimmtes Genre haben sich die Darsteller nicht geeinigt. Zum bisherigen Repertoire gehört unter anderem ein Stück von Woody Allen und eines von Terry Pratchett. Welches Stück als nächstes auf dem Programm steht, ist noch unklar. Es kann aber gehofft werden, dass es ein genauso großer Erfolg wird wie "Pride and Prejudice".

 

Veröffentlicht: 28.01.2009 - Anne Hager